Status Quo Effekt

status quo bias (engl.) Eine weit verbreitete kognitive Verzerrung im Rahmen der Urteils- und Entscheidungsfindung, wobei der momentane Ist-Zustand als Ausgangsgröße verwendet wird, gegenüber dem jegliche Abweichung als Gewinn oder Verlust empfunden wird. Die meisten Menschen tendieren dazu, Verluste höher zu gewichten als Gewinne, so dass tendenziell eine Beibehaltung des derzeitigen Zustands begünstigt wird. Es … Weiterlesen …

Solvency II

solvency II (engl.) Geplante aufsichtsrechtliche Vorschriften für Versicherungsunternehmen auf EU-Ebene, als Modifikation der bestehenden Regelungen aus Solvency I. Diese können in einem 3-Säulen-Modell dargestellt werden. Die erste Säule bestimmt die Kapitalanforderungen, die zweite Governance-Vorschriften und die dritte die Veröffentlichungsvorschriften. Die Versicherungsgesellschaften werden u.a. angehalten ihr internes Risikomanagement zu verbessern.

Solvency I

solvency I (engl.) Bestehende aufsichtsrechtliche Vorschriften zur Solvabilität von Versicherungsunternehmen. Basis ist ein kontinuierlicher Vergleich von Soll- und Ist-Zahlen verbunden mit entsprechenden Informationspflichten. Eine Aktualisierung und Erweiterung steht durch Solvency II an.

Sensitivitätsanalyse

sensitivity analysis (engl.) Analyseform für komplexe Systeme und Probleme, bei der Zusammenhänge zwischen einzelnen Systemvariablen zu einem Wirkungsnetz verbunden werden um zu untersuchen, wie stark ein geplantes Ergebnis von Änderungen der jeweiligen Parameter betroffen wird.

Risikowahrnehmung

risk perception (engl.) Subjektive Wahrnehmung von Risiken. Diese kann – bei gleichen objektiv gegebenen Risiken – deutlich zwischen einzelnen Individuen, aber auch bei einem einzelnen Individuum abhängig von der jeweiligen Situation, abweichen. Dabei kommt es zu psychologisch bedingt zu systematischen Abweichungen (biases) zwischen objektiv gegebenem und subjektiv wahrgenommenem Risiko (siehe z.B. Neue Erwartungstheorie sowie Kontrollillusion)