{"id":1322,"date":"2024-05-22T09:34:49","date_gmt":"2024-05-22T07:34:49","guid":{"rendered":"https:\/\/ivwkoeln.web.th-koeln.de\/versicherungsrecht\/?p=1322"},"modified":"2024-05-22T09:34:50","modified_gmt":"2024-05-22T07:34:50","slug":"vorsicht-wild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ivwkoeln.web.th-koeln.de\/versicherungsrecht\/2024\/05\/22\/vorsicht-wild\/","title":{"rendered":"Vorsicht Wild!"},"content":{"rendered":"\n<p><br>In der Fahrschule lernt man, m\u00f6glichst nicht auszuweichen, wenn pl\u00f6tzlich ein Tier auf<br>der Stra\u00dfe erscheint. Weicht ein Autofahrer dennoch aus und erleidet er dadurch Sch\u00e4-<br>den am eigenen Fahrzeug, kann er unter bestimmten Voraussetzungen aus seiner Teil-<br>kaskoversicherung Entsch\u00e4digungsleistungen verlangen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Dazu die nachfolgende Entscheidungsbesprechung.<\/strong><br>Entscheidungsbesprechung zu OLG Saarbr\u00fccken \u2013 Urteil vom 23.11.2022 \u2013 5 U 120\/21<br>Verfasserinnen: Alissa Junker, Manuela Bahre, Negin Ranjbari<br>Das OLG Saarbr\u00fccken hatte sich in der oben genannten Entscheidung mit dem Anspruch auf<br>Rettungskostenersatz gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 90, 83, 82 VVG wegen einem vermiedenen Wildunfall ausei-<br>nanderzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Sachverhalt<\/strong><br>Der Kl\u00e4ger und Berufungsbeklagter (nachfolgend als Kl\u00e4ger bezeichnet) als Versicherungs-<br>nehmer und die Beklagte und Berufungskl\u00e4gerin (nachfolgend als Beklagte bezeichnet) als<br>Versicherer sind durch einen Versicherungsvertrag in Form einer Kfz-Teilkaskoversicherung<br>verbunden. Der Kl\u00e4ger war mit seinem Sohn als Sozius im Herbst auf seinem Motorrad in<br>Frankreich unterwegs. Beim Einfahren in eine Rechtskurve nahm er aus geringer Entfernung<br>Rehe hinter einem Busch am rechten Stra\u00dfenrand war. Daraufhin machte er eine Ausweich-<br>bewegung nach links, um einen Zusammensto\u00df zu verhindern. Dabei kam er von der Stra\u00dfe<br>ab und st\u00fcrzte. Das Motorrad, seine Motorradkleidung sowie der Helm seines Sohnes wurden<br>hierdurch besch\u00e4digt. In den Versicherungsbedingungen ist \u201eder Zusammensto\u00df des in Fahrt<br>befindlichen Fahrzeuges mit Tieren\u201c versichert.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Die Urteilsbesprechung ist im M\u00e4rz\/April 2024 als Gruppenarbeit im Modul 1 \u2013 Versicherungs-<br>vertragsrecht \u2013 des Masterstudiengangs Versicherungsrecht des Instituts f\u00fcr Versicherungs-<br>wesen der TH K\u00f6ln erstellt worden.<br><br>Das OLG Saarbr\u00fccken als Berufungsinstanz hat das erstinstanzliche Urteil des LG Saarbr\u00fc-<br>cken vom 30.11.2021 \u2013 14 O 30\/21 bis auf Ausnahme des Zeitpunktes des Zinsbeginnes voll-<br>umf\u00e4nglich best\u00e4tigt. Es hat dem Kl\u00e4ger und Berufungsbeklagten den Ersatz f\u00fcr die Sch\u00e4den<br>an seinem Motorrad, sowie an der Kleidung an dem Helm zugesprochen.<br>Das Gericht hat in dem vorliegenden Urteil die Anspruchsvoraussetzungen f\u00fcr den Ersatz von<br>Rettungskosten klar herausgearbeitet und begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Im Urteil angesprochene Problemkreise sind der Beweisma\u00dfstab gem\u00e4\u00df \u00a7 286 ZPO, dem der<br>Kl\u00e4ger gen\u00fcgen muss, sowie die Tatsache, dass es keine Beweiserleichterungen gibt. Weiter<br>ist die Abgrenzung zwischen einem Reflex und einer Handlung, also einem bewussten und<br>unbewussten Fahrman\u00f6ver sowie einer gewollten Rettungsma\u00dfnahme und einer unwillk\u00fcrli-<br>chen Schreckhandlung, als wichtiges Problem wahrzunehmen. Auch ob ein etwaiger Ret-<br>tungswille erforderlich ist oder ob der Schutzzweck der Rettungshandlung, der objektiv zu be-<br>trachten ist, ausreichend ist, stellt einen Problemkreis dar. Letztlich befasst sich das Gericht<br>noch mit dem Problem der Gebotenheit, also ob ein vern\u00fcnftiges Verh\u00e4ltnis zwischen vorge-<br>nommener Rettungshandlung und vermiedenem Schaden bestehen muss.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Urteilsbegr\u00fcndung<\/strong><br>Das Gericht geht von einem Anspruch des Kl\u00e4gers unter dem Aspekt des Rettungskostener-<br>satzes gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 83, 82, 90 VVG aus.<br>Gem\u00e4\u00df \u00a7 90 VVG \u2013 Erweiterter Aufwendungsersatz, der eine eigene Anspruchsgrundlage<br>darstellt und auf \u00a7 83 \u2013 Aufwendungsersatz &#8211; verweist, der sich wiederum auf \u00a7 82 VVG \u2013<br>Abwendung und Minderung des Schadens \u2013 bezieht, kann der Versicherungsnehmer Aufwen-<br>dungen ersetzt verlangen, die er t\u00e4tigt, um einen unmittelbar bevorstehenden Versicherungs-<br>fall abzuwenden oder seine Auswirkungen zu mindern. Auch wenn dieses erfolglos geblieben<br>sind. So findet eine Vorerstreckung des Aufwendungsersatzes f\u00fcr Ma\u00dfnahmen des Versiche-<br>rungsnehmers zur Verhinderung von Sch\u00e4den vor dem Versicherungsfall statt, ohne dass die<br>Rettungspflicht vorverlegt wird.<sup data-fn=\"b5c9ac2e-73ac-4cc8-b43a-3d04c0db2867\" class=\"fn\"><a href=\"#b5c9ac2e-73ac-4cc8-b43a-3d04c0db2867\" id=\"b5c9ac2e-73ac-4cc8-b43a-3d04c0db2867-link\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><br>So m\u00fcssen folglich Aufwendungen gegeben sein. Diese stellen Verm\u00f6gensminderungen dar,<br>somit auch unfreiwillige Verm\u00f6gensopfer.<sup data-fn=\"bcaba6de-0f98-4d27-a36a-f376209f6cdb\" class=\"fn\"><a href=\"#bcaba6de-0f98-4d27-a36a-f376209f6cdb\" id=\"bcaba6de-0f98-4d27-a36a-f376209f6cdb-link\">2<\/a><\/sup> Das Gericht f\u00fchrt weiter aus, dass eine Rettungs-<br>handlung gegeben sein muss. Diese muss objektiv dem Zweck dienen, den Schaden abzu-<br>wenden oder zu mindern.<br>Ein subjektiver Rettungswille ist dabei nicht erforderlich.<sup data-fn=\"5a9011c7-5b61-47a5-ba1d-34ea234707df\" class=\"fn\"><a href=\"#5a9011c7-5b61-47a5-ba1d-34ea234707df\" id=\"5a9011c7-5b61-47a5-ba1d-34ea234707df-link\">3<\/a><\/sup> So kann auch eine reflexartige Hand-<br>lung eine Rettungshandlung darstellen. Auch wenn der Versicherungsnehmer nicht wei\u00df, dass<br>eine Sacher versichert ist, kann er folglich f\u00fcr Rettungsaufwendungen Kostenersatz beanspru-<br>chen.<sup data-fn=\"51e975b0-1fd4-4430-b087-ec42bd052a27\" class=\"fn\"><a href=\"#51e975b0-1fd4-4430-b087-ec42bd052a27\" id=\"51e975b0-1fd4-4430-b087-ec42bd052a27-link\">4<\/a><\/sup> Weiter m\u00fcssen die Aufwendungen objektiv erforderlich gewesen sein oder aber der Versiche-<br>rungsnehmer durfte nach den Gegebenheiten jedenfalls von der Gebotenheit ausgehen. Im<br><br>Rahmen der Gebotenheit ist zu pr\u00fcfen, ob ein angemessenes Verh\u00e4ltnis zwischen beabsich-<br>tigtem Rettungserfolg und Rettungsaufwand besteht. F\u00fcr die Beurteilung der Gebotenheit ist<br>die Zweckdienlichkeit ex-ante ma\u00dfgebend.<sup data-fn=\"fd47d0c2-96b4-47f3-a001-b5921a1f24cf\" class=\"fn\"><a href=\"#fd47d0c2-96b4-47f3-a001-b5921a1f24cf\" id=\"fd47d0c2-96b4-47f3-a001-b5921a1f24cf-link\">5<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><br>Abzuw\u00e4gen sind der drohende Fahrzeugschaden durch den Zusammensto\u00df mit einem Tier<br>gegen die durch ein Brems- und Ausweichman\u00f6ver drohende m\u00f6glichweise mehrfachen Fahr-<br>zeug- und Personensch\u00e4den abzuw\u00e4gen. Entscheidend ist hier auch die Gr\u00f6\u00dfe des Tieres,<br>mit dem ein solcher Zusammensto\u00df droht.<sup data-fn=\"5c642f5a-f458-49cd-b676-6e509ad51ddd\" class=\"fn\"><a href=\"#5c642f5a-f458-49cd-b676-6e509ad51ddd\" id=\"5c642f5a-f458-49cd-b676-6e509ad51ddd-link\">6<\/a><\/sup>Vorliegend handelte es sich um Rehe, folglich<br>gr\u00f6\u00dfere Tiere. Eine Kollision mit diesen f\u00fchrt zu schwerwiegenden Sch\u00e4den am Fahrzeug und<br>auch die m\u00f6glichen Verletzungen des Kl\u00e4gers und seines Sohnes sind gro\u00df. Das Gericht h\u00e4lt<br>die Rettungshandlung daher f\u00fcr erforderlich und f\u00fchrt weiter aus, dass jedenfalls keine grobe<br>Fahrl\u00e4ssigkeit gegeben ist.<br>F\u00fcr die Voraussetzungen, dass die entstandenen Sch\u00e4den im Zusammenhang mit der Ab-<br>wendung eines unmittelbar bevorstehenden Schadens entstanden sind, tr\u00e4gt der Versiche-<br>rungsnehmer, der Kl\u00e4ger, die Darlegungs-und Beweislast. Hier ist das Gericht zu der hinrei-<br>chenden Gewissheit durch Anh\u00f6rung des Kl\u00e4gers sowie Einvernahme des Sohnes als Zeugen<br>gekommen. Auch wurde eine am Unfallort anwesender Landwirt als Zeuge vernommen, der<br>best\u00e4tigte, dass sich dort Rehe in unmittelbarer N\u00e4he aufgehalten haben.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Kritische W\u00fcrdigung<\/strong><br>Grunds\u00e4tzlich ist das Urteil nicht zu beanstanden. Den rechtlichen Argumentationen ist zu fol-<br>gen. Jedoch d\u00fcrfte das pauschale Vorbringen, dass der Unfallgesch\u00e4digte eines Beinahe-<br>Wildunfalles keinen Beweisproblemen gegen\u00fcberstehe, nicht zutreffend sein. So ist der Ge-<br>sch\u00e4digte meist nachts alleine im Wald bei einem derartigen Geschehen. Zeugen wie im vor-<br>liegenden Fall d\u00fcrften selten vorhanden sein.<br>Gleichwohl d\u00fcrfte es im Ergebnis richtig sein, dass f\u00fcr den Gesch\u00e4digten eines Beinahe-Wild-<br>unfalles keine Beweiserleichterungen, die f\u00fcr Entwendungsf\u00e4lle wie bei Einbruchdiebst\u00e4hlen<br>in der Hausratversicherung, gelten, da die Missbrauchsgefahr doch als hoch einzusch\u00e4tzen ist<br>und das Gericht die Parteivernehmung hilfsweise informatorische Anh\u00f6rung des Gesch\u00e4digten<br>als ausreichend erachten kann. Das wird freilich nicht von allen Gerichten praktiziert.<sup data-fn=\"2fca21ba-bd5e-471f-8306-980ffe3a8dc4\" class=\"fn\"><a href=\"#2fca21ba-bd5e-471f-8306-980ffe3a8dc4\" id=\"2fca21ba-bd5e-471f-8306-980ffe3a8dc4-link\">7<\/a><\/sup><br>Folgeprobleme und Bedeutung f\u00fcr die Praxis<br> <br>Als Folgeproblem k\u00f6nnte zu betrachten sein, inwiefern sich ein Irrtum \u00fcber die Gebotenheit<br>auswirkt. Umstritten ist, ob ein Leistungsk\u00fcrzungsrecht besteht oder der Aufwendungsersatz-<br>anspruch ganz ausgeschlossen ist. <sup data-fn=\"6894cc03-4f3b-4e4e-8dbb-180dad172a3c\" class=\"fn\"><a href=\"#6894cc03-4f3b-4e4e-8dbb-180dad172a3c\" id=\"6894cc03-4f3b-4e4e-8dbb-180dad172a3c-link\">8<\/a><\/sup>Der Wortlaut des \u00a7 83 Abs. 1 S. 1 VVG spricht f\u00fcr einen<br>vollst\u00e4ndigen Ausschluss. Jedoch trifft der Gedanke, der zu einer Quotelung bei grober Fahr-<br>l\u00e4ssigkeit f\u00fchrt, auch auf den grob fahrl\u00e4ssigen Irrtum \u00fcber die Gebotenheit zu. Sachgerecht<br>ist es daher dem Versicherer ein K\u00fcrzungsrecht einzur\u00e4umen.<sup data-fn=\"1ab19413-754f-470a-a9cc-5add6b0f45e3\" class=\"fn\"><a href=\"#1ab19413-754f-470a-a9cc-5add6b0f45e3\" id=\"1ab19413-754f-470a-a9cc-5add6b0f45e3-link\">9<\/a><\/sup><br>Steht dem Versicherer ein Leistungsk\u00fcrzungsrecht zu, so kann er auch entsprechend den Auf-<br>wendungsersatzanspruch k\u00fcrzen.<sup data-fn=\"0c7f990c-6f37-42b0-99b7-975b77a2ce17\" class=\"fn\"><a href=\"#0c7f990c-6f37-42b0-99b7-975b77a2ce17\" id=\"0c7f990c-6f37-42b0-99b7-975b77a2ce17-link\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><br>Dies auch bei einer grob fahrl\u00e4ssigen Herbeif\u00fchrung des unmittelbar bevorstehenden Versi-<br>cherungsfalles, zum Beispiel durch das Fahren mit erh\u00f6hter Geschwindigkeit, der Fall.<br>Die Regelungen \u00fcber den Rettungskostenersatz sind halbzwingend. Die Versicherer k\u00f6nnten<br>hier Anpassungen &#8211; allerdings nicht zu Lasten des Versicherungsnehmers \u2013 vornehmen (vgl.<br>\u00a7 87 VVG). \u00a7 90 VVG ist nicht halbzwingend ausgestaltet und daher grunds\u00e4tzlich abdingbar.<sup data-fn=\"aef65850-56ce-46a5-98be-9dfa5ff127b2\" class=\"fn\"><a href=\"#aef65850-56ce-46a5-98be-9dfa5ff127b2\" id=\"aef65850-56ce-46a5-98be-9dfa5ff127b2-link\">11<\/a><\/sup><br>Ein v\u00f6lliger Ausschluss des Rettungskostenersatzes in den AKB (etwa: \u201eSch\u00e4den durch Aus-<br>weichen vor Tieren werden nicht erstattet\u201c) d\u00fcrfte an \u00a7 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB scheitern, weil \u00a7<br>90 VVG einen wesentlichen Grundgedanken des Sachversicherungsrechts enth\u00e4lt.<sup data-fn=\"d5f9fbf0-266c-4953-a6be-110ea1a21893\" class=\"fn\"><a href=\"#d5f9fbf0-266c-4953-a6be-110ea1a21893\" id=\"d5f9fbf0-266c-4953-a6be-110ea1a21893-link\">12<\/a><\/sup><br>Das OLG Saarbr\u00fccken ist in seiner Entscheidung nicht von bereits bestehenden rechtlichen<br>Ma\u00dfst\u00e4ben abgewichen,<sup data-fn=\"2934d689-909b-437c-a779-b8ebf44df042\" class=\"fn\"><a href=\"#2934d689-909b-437c-a779-b8ebf44df042\" id=\"2934d689-909b-437c-a779-b8ebf44df042-link\">13<\/a><\/sup> sodass eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Praxis nicht bestehen d\u00fcrfte.<br>Es hat jedoch sehr detailliert die Anspruchsvoraussetzungen f\u00fcr einen Rettungskostenersatz<br>herausgearbeitet.<\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"b5c9ac2e-73ac-4cc8-b43a-3d04c0db2867\"> Schimikowski, Versicherungsvertragsrecht, 7. Aufl. 2024, Rn. 380.  <a href=\"#b5c9ac2e-73ac-4cc8-b43a-3d04c0db2867-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"bcaba6de-0f98-4d27-a36a-f376209f6cdb\">Ebenda, Rn. 381. <a href=\"#bcaba6de-0f98-4d27-a36a-f376209f6cdb-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"5a9011c7-5b61-47a5-ba1d-34ea234707df\">BGH NJW 1997, 1012 = VersR 1997, 351; M\u00fcKOVVG\/Looschelders, VVG, 3. Aufl. 2022, \u00a7 83 Rn. 15. <a href=\"#5a9011c7-5b61-47a5-ba1d-34ea234707df-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 3 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"51e975b0-1fd4-4430-b087-ec42bd052a27\">Schimikowski, Versicherungsvertragsrecht, 7. Aufl. 2024, Rn. 382. <a href=\"#51e975b0-1fd4-4430-b087-ec42bd052a27-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 4 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"fd47d0c2-96b4-47f3-a001-b5921a1f24cf\">BGH VersR 1972,1039 <a href=\"#fd47d0c2-96b4-47f3-a001-b5921a1f24cf-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 5 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"5c642f5a-f458-49cd-b676-6e509ad51ddd\"> BGH NJW 2003, 2903 = VersR 2003, 1250. <a href=\"#5c642f5a-f458-49cd-b676-6e509ad51ddd-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 6 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"2fca21ba-bd5e-471f-8306-980ffe3a8dc4\">Vgl. OLG Jena r+s 2001, 356; wie hier AG Bad Segeberg r+s 2016, 231 mAnm Bonn. <a href=\"#2fca21ba-bd5e-471f-8306-980ffe3a8dc4-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 7 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"6894cc03-4f3b-4e4e-8dbb-180dad172a3c\">Pr\u00f6lss\/Martin\/Voit, VVG, 31. Aufl. 2021, \u00a7 83 Rn. 9 <a href=\"#6894cc03-4f3b-4e4e-8dbb-180dad172a3c-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 8 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"1ab19413-754f-470a-a9cc-5add6b0f45e3\">M\u00fcKOVVG\/Loschelders, VVG, 3. Aufl. 2022, \u00a7 83 Rn. 37. <a href=\"#1ab19413-754f-470a-a9cc-5add6b0f45e3-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 9 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"0c7f990c-6f37-42b0-99b7-975b77a2ce17\">Schimikowski, Versicherungsvertragsrecht, 7. Aufl. 2024, Rn. 384. <a href=\"#0c7f990c-6f37-42b0-99b7-975b77a2ce17-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 10 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"aef65850-56ce-46a5-98be-9dfa5ff127b2\">Dagegen Looschelders\/Pohlmann\/Schmidt-Kessel, VVG, 4. Aufl. 2023, \u00a7 90 Rn. 7. <a href=\"#aef65850-56ce-46a5-98be-9dfa5ff127b2-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 11 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"d5f9fbf0-266c-4953-a6be-110ea1a21893\">So HK-VVG\/Halbach, 4. Aufl. 2020, \u00a7 90 Rn. 8 mwN. <a href=\"#d5f9fbf0-266c-4953-a6be-110ea1a21893-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 12 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"2934d689-909b-437c-a779-b8ebf44df042\">So auch: OLG Oldenburg \u2013 Urteil vom 22.09.2004 (3 U 80\/84) = SVR 2005. 233; OLG Koblenz \u2013 Urteil vom<br>19.05.2006 (10 U 1415\/05) = NJW-RR 2007, 242. <a href=\"#2934d689-909b-437c-a779-b8ebf44df042-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 13 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Fahrschule lernt man, m\u00f6glichst nicht auszuweichen, wenn pl\u00f6tzlich ein Tier aufder Stra\u00dfe erscheint. Weicht ein Autofahrer dennoch aus und erleidet er dadurch Sch\u00e4-den am eigenen Fahrzeug, kann er unter bestimmten Voraussetzungen aus seiner Teil-kaskoversicherung Entsch\u00e4digungsleistungen verlangen. Dazu die nachfolgende Entscheidungsbesprechung.Entscheidungsbesprechung zu OLG Saarbr\u00fccken \u2013 Urteil vom 23.11.2022 \u2013 5 U 120\/21Verfasserinnen: Alissa Junker, &#8230; <a title=\"Vorsicht Wild!\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/ivwkoeln.web.th-koeln.de\/versicherungsrecht\/2024\/05\/22\/vorsicht-wild\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Vorsicht Wild!\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1323,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"[{\"content\":\" Schimikowski, Versicherungsvertragsrecht, 7. Aufl. 2024, Rn. 380. \",\"id\":\"b5c9ac2e-73ac-4cc8-b43a-3d04c0db2867\"},{\"content\":\"Ebenda, Rn. 381.\",\"id\":\"bcaba6de-0f98-4d27-a36a-f376209f6cdb\"},{\"content\":\"BGH NJW 1997, 1012 = VersR 1997, 351; M\u00fcKOVVG\/Looschelders, VVG, 3. 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